Die Zukunft ist düster aber nicht hoffnungslos

Neues Jahr 2023

Wenn ein Jahr zu Ende geht, schaut man nicht nur zurück, sondern macht sich auch Gedanken darüber, was die Zukunft wohl bringen möge. So saß auch ich unlängst in punschbewegter Runde und ließ die Phantasie ein bisserl schweifen. Freilich ist jene seit einiger Zeit kein wirklich taugliches Instrument mehr, um gedanklich auch nur in die Nähe dessen zu gelangen, was dann tatsächlich Realität wird.

Hätte sich jemand allen Ernstes vorstellen können, dass die WHO die Süßwarenindustrie auffordern würde, keine lächelnden Schokoladenweihnachtsmänner mehr zu produzieren, alldieweil deren freundlicher Gesichtsausdruck angeblich die Gefahren des Verzehrs von Naschwerk verharmlost? Oder dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) auf den eklatanten Medikamentenmangel in Deutschland dergestalt reagiert, indem er die Warnhinweise bei der Arzneimittelwerbung gendern will?

Alles ist möglich und am Ende bleibt die Frage, ob diese Regierung einfach nur dumm, inkompetent, ideologisch verblendet, wahnhaft ist oder aber einem konkreten Plan folgt, den wir einfachen Leute schlechterdings nicht zu überreißen vermögen.

Schauen wir einweilen mal gemeinsam ganz tief in die Feuerzangenbowle und versuchen, zu antizipieren, was im kommenden Jahr und darüber hinaus Wirklichkeit werden könnte. Mich schaudert es jetzt schon.

Seit 2015 strömen jährlich rund 1 Million Migranten nach Deutschland. Daran dürfte sich fürderhin kaum etwas ändern. Allein das geplante neue Staatsbürgerschaftsrecht wird die Zuwanderungszahlen eher noch weiter ansteigen lassen. Schon frohlockt Olaf Scholz, dass bald 90 Millionen Menschen in der Bundesrepublik leben werden. Währenddessen schreitet deren Deindustrialisierung unvermindert voran. Der ökonomische Niedergang wiederum verringert die Leistungsfähigkeit des Staates, vor allem auch des Wohlfahrtssystems. Deutschland ist auf dem besten Wege zum Schwellenland mit enstprechenden Folgen wie Verteilungskämpfen sowie einer Errosion der öffentlichen Sicherheit.

Millionen Migranten müssen freilich irgendwo untergebracht werden. Doch ist Deutschland nach Einschätzung von Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, nicht in der Lage, neuen Wohnraum in adäquaten Größenordnungen zu schaffen. Parallel zu diesem Dilemma wird dank Mietendeckel die Qualität der vorhandenen Bausubstanz weiter abnehmen. Wir kennen das aus der DDR.

Und mit den im SED-Staat üblichen Methoden, wird auch das Ampel-Regime der Wohnungsnot beizukommen versuchen. Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, dass ein Schulfreund mit seinen Eltern in einer Vier-Raum-Altbauwohnung lebte, allerdings nur in zwei Zimmern. Die anderen beiden Räume waren von der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV) einer Witwe sowie einem unverheiraten Arzt zugewiesen worden. Küche, Bad und Toilette wurden von allen drei Partien gemeinsam genutzt. Meinen Eltern und mir erging es nur unwesentlich besser. Immerhin teilten wir uns die vier Zimmer in einem Mietshaus aus der Gründerzeit mit meinen Großeltern. Die Flügeltür zwischen den beiden Wohnzimmern wurde kurzerhand mit Spanplatten vernagelt. Erst als mein Bruder da war, bekamen wir 1984 eine eigene Wohnung. Da gingen meine Eltern schon auf die vierzig zu.

Vor diesem Hintergrund nimmt es nicht wunder, dass die Machthaber mit immer neuen Maßnahmen den Besitz und das Vererben von Eigenheimen drastisch verteuern wollen. Viele Immobilienbesitzer werden sich in naher Zukunft ihr Häuschen nicht mehr leisten können und es verkaufen müssen – an den Staat. Der sichert sich auf derlei perfide Weise die Verfügungsgewalt über jede Menge Wohnraum, den er dann nach Belieben verteilen kann. Gut vorstellbar, dass der den Ostdeutschen bestens erinnerliche “Wohnberechtigungsschein” eines Tages seine Auferstehung feiert. Wehe dem, der dann noch politisch negativ auffällt. Jedenfalls dürften bald in nicht wenigen Einfamilienhäusern drei oder vier Partien leben. Wohnungsproblem gelöst.

Es ist offenkundig: Unter dem Vorwand des sogenannten Klimaschutzes soll in Deutschland der Kommunismus eingeführt werden. Analog dazu wird auch die freie Marktwirtschaft Ludwig Erhardts – die Quelle und der Garant unseres Wohlstandes – sukzessive in eine Planwirtschaft verwandelt. Kommunismus und Planwirtschaft bedeuten stets Mangel an fast allem. Dieser Mangel will verwaltet werden. Dass es zwischen Rügen und Garmisch plötzlich bestimmte Dinge nicht mehr in ausreichender Menge gibt, wird uns indes als “Degrowth” verkauft, englisch für “Rückwachstum” – ein Wortmonster wie aus Orwells dystopischen Romanen.

Hier kommen dann Bargeldabschaffung und Bedingungsloses Grundeinkommen ins Spiel, mit dem sogenannten Bürgergeld als Vorläufer von letzterem. Es ist das Ziel der Machthaber, möglichst viele Bürger zu finanziell vom Staat abhängigen Almosenampfängern zu degradieren und vermittels dessen Wohlverhalten zu erzwingen. Wer nicht spurt, wird mit einer Kürzung der Transferleistungen oder anderen Einschränkungen bestraft, darf vielleicht nicht mehr verreisen. Tatsächlich wurde in der jüngeren Vergangenheit diskutiert, ob man Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes finanziell sanktionieren könne, sollten diese als Kritiker der Corona-Politik auffällig werden.

Ohne Bargeld und idealerweise gepaart mit einem Sozialkreditsystem wie in China entscheiden dann der Staat oder von diesem befugte NGO’s über unseren Konsum und unsere Mobilität. Letztere erhalten durch das sogenannte “Demokratiefördergesetz” ohnehin eine ungeahnte, den Parlamentarismus aushöhlende Machtfülle. Da wir allenthalben mit einer Bankkarte werden bezahlen müssen, kann deren Gebrauch für bestimmte Produkte, Dienstleistungen, Urlaubsreisen usw. gesperrt werden. Knappe Güter wie PKW-Kraftstoff wird man kontingentieren oder deren Erwerb komplett verweigern. Im Falle von Strom ist bereits jetzt die Einführung von intelligenten Zählern für jede Wohneinheit geplant. Wird das von der Bundesnetzagentur verfügte Verbrauchsmaximum erreicht, erfolgt eine Drosselung bzw. Abschaltung. Das nennt sich dann Spitzenglättung.

Sie halten meine Zukunftsvisionen für Nonsens oder wenigstens maßlos übertrieben? Das wäre schön. Allein die Realität spricht dafür, dass alles genauso kommen und noch viel schlimmer wird. In Berlin will der grünkommunistische Senat im neuen Jahr das Projekt “Stadt der kurzen Wege” starten. Auch hierbei geht es vordergründig um den Klimaschutz. Die Menschen sollen ihre Kieze möglichst nicht mehr verlassen, alles Notwendige in ihrem direkten Wohnumfeld erledigen. Die Anzahl der Tage, da man sein Viertel verlassen darf, zum Beispiel um Verwandte oder Freunde zu besuchen, wird begrenzt. Parallel dazu soll der Individualverkehr möglichst gegen Null reduziert werden. Für größere Entfernungen stehen dann nur noch das Velo oder Busse und Bahnen zur Verfügung. Freilich lässt sich auch deren Nutzung elektronisch steuern, so dass die Bürger ihrem Kiez kaum noch entkommen können. Früher nannte man das Ghettoisierung.

All das geschieht direkt vor unseren Augen. Die politischen Akteure sprechen erstaunlich offenherzig von ihren Plänen. Überdies wird in den alternativen Medien unablässig aufgeklärt, vor der Zerstörung von Freiheit und Demokratie gewarnt. Niemand wird später behaupten können, davon nichts gewusst, nichts mitbekommen zu haben. Umso erstaunlicher ist die Gleichgültigkeit großer Teile unseres Volkes gegenüber der eigenen Versklavung.

Im Edeka-Markt bei uns um die Ecke gibt es seit einigen Wochen nur noch Selbstbedienungskassen. Die Kunden müssen ihre Waren eigenhändig einscannen und sich dann selbst abkassieren. Ein Angestellter sitzt derweil neben dem Ausgang vor einigen Monitoren und beobachtet, ob die Leute auch alles richtig machen. Wenn nicht, kommt jemand und assistiert. Mich hat erschüttert, wie widerspruchslos die Kunden sich in ihr Schicksal fügen, obendrein noch dankbar sind, wenn ein Mitarbeiter ihnen hilft, eine Arbeit zu erledigen, für die letztere bis vor kurzem bezahlt wurden. Ich fragte den Marktleiter neulich, was als nächstes kommt, ob die Kunden dann auch die Regale einräumen müssen. Der nächste Schritt wird freilich sein, dass man bald nicht mehr mit Bargeld zahlen kann, sondern nur noch mit Karte. Und schon ist der Bürger gläsern und vor allem lenkbar. Als ich unlängst eine Flasche Wodka kaufen wollte, musste ein Angestellter kommen und die Transaktion freigeben. Selbst das wird bald nicht mehr nötig sein, wenn nämlich auf dem Display des Kassenterminals die Meldung erscheint, dass ich keinen Alkohol kaufen dürfe, weil meine Leberwerte zu hoch seien.

Wir werden trotzdem nicht aufgeben und unbeirrt fortfahren, die Öffentlichkeit zu warnen, aufzuklären und zum aktiven Widerstand einzuladen. Wie bereits Hölderlin wusste: “Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.”

In diesem Sinne wünsche ich allseits einen guten Rutsch sowie ein frohes und gesundes neues Jahr 2023!

Holger Arppe

Holger Arppe

(Jahrgang 1973) ist Vorsitzender des Vereins Küstenwende - Freiheitliches Forum e.V.

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3 Kommentare zu „Die Zukunft ist düster aber nicht hoffnungslos“

  1. Lieber Holger.

    vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Wollen wir nicht wieder Mal gemeinsam ein Bier trinken gehen?
    P.S.: warum erscheint hier alles in Großschreibung? Mit GENDERING unserer deutschen Sprache hat das hoffentlich nichts zu tun…

    Viele Grüße und einen guten Rutsch in das Jahr 2023,
    Axel.

    1. Das mit der Großschreibung ist ein technisches Problem, das wir noch nicht haben lösen können. Wird aber zeitnah sicherlich erledigt. Mit Gendern hat das garantiert nichts zu tun.

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